Technische Universit├Ąt M├╝nchen

Bachelorstudiengang Bioprozesstechnik

Der Bachelorstudiengang Bioprozesstechnik befasst sich mit den verfahrenstechnischen, biologischen, technologischen und biochemischen Zusammenhängen in der Biotechnologie und der pharmazeutischen Industrie.

Worum geht es in diesem Studiengang?

Der Studiengang Bioprozesstechnik verknüpft in seiner interdisziplinären Ausrichtung die Ingenieurwissenschaften mit den Naturwissenschaften. Diese Verschränkung wird durch die Wirtschaftswissenschaften ergänzt. Damit ist ein weites Interessenfeld für diesen Studiengang vorteilhaft. Die Verknüpfung von Natur- und Ingenieurwissenschaften öffnet den Absolventen ein breites Aufgabengebiet.

Durch den Studienplan wird das breite Anforderungsspektrum im komplexen Umfeld der Bioprozesstechnik abgedeckt: von Entwicklung neuer Produktions-  und Fermentationsmethoden über Optimierung bestehender Produktionsprozesse bis hin zur Etablierung von Qualitätssicherungsmethoden im Herstellungsprozess. Des Weiteren findet im Studiengang auch das Umfeld der Produktionsanlagen Beachtung, so beispielsweise bei der Auslegung von Versorgungseinrichtungen. Außerdem ist die analytische Kontrolle von Produkteigenschaften Inhalt des Studiums. Die biopharmazeutische Industrie ist vergleichsweise jung, daher ist die Entwicklung innovativer Verfahren sehr relevant. Die Studierenden werden auf die Entwicklung neuartiger Methoden im Studium gezielt vorbereitet.  

Das Studium auf einen Blick

Detailbox_Bachelor.pngDer Studiengang ist als Vollzeitstudium ausgelegt. Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester (180 Credits). Bei den meisten zu absolvierenden Modulen handelt es sich um Pflichtmodule (140 Credits). Das Bachelorstudium ist dabei in die folgenden Abschnitte untergliedert:

Grundlagen- und Orientierungsprüfung (1.-2. Semester): Das Ziel dieses Ausbildungsabschnitts ist es, ein fundiertes naturwissenschaftliches Verständnis zu schaffen, das die Grundlage zur Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Fragestellungen ist. Auf den Grundlagen im Bereich Biologie Kurzprofil_Bachelor.pngund Chemie bauen später vor allem die Fachgebiete Mikrobiologie und Biochemie sukzessive weiter auf. Mathematik und Physik bilden das Fundament für die weitere Spezialisierung in den Ingenieurswissenschaften.

Bachelorprüfung (3.-6. Semester): In diesem Studienabschnitt findet eine Vertiefung im Bereich der Ingenieurwissenschaften und Verfahrenstechnik sowie im Bereich Bioprozesstechnik statt. Mittelsbreitgefächerter Laborpraktika wird die erlernte Theorie mit der Praxis verknüpft. Zudem werden den Studierenden erste wissenschaftliche Arbeitsweisen, beispielsweise bei der Erstellung der Bachelor’s Thesis, nähergebracht. 

Curriculum Bachelor Bioprozesstechnik

Curriculum_Bpt_Bsc.png

Welche Kompetenzen und Fertigkeiten erwerbe ich?

Für die Vorbereitung auf die zukünftige Tätigkeit in Industrie und Forschung werden die Studierenden schrittweise von den Grundlagen in die Spezialisierung auf die Bioprozesstechnik geleitet. Im ersten Studienjahr wird eine fundierte Grundlagenausbildung im mathematischen und naturwissenschaftlichen Bereich gelegt. Darauf folgen im zweiten und im dritten Jahr die ingenieurwissenschaftliche und die fachspezifische Vertiefung. Der Schwerpunkt „Ingenieurwissenschaft und Verfahrenstechnik“ ist ein zentrales Element des Studiengangs. Der Bachelorstudiengang umfasst als fachspezifischen Schwerpunkt die Bioprozesstechnik. Die Studierenden werden in beiden Schwerpunkten parallel und gleichermaßen intensiv ausgebildet. Dieser Kompetenzaufbau wird durch einen hohen Anteil an Pflichtveranstaltungen mit vorgegebener Abfolge im Studienplan realisiert und garantiert so die kontinuierliche Vertiefung des Verständnisses für die Themengebiete, sowie die Vernetzung der Kompetenzen von ingenieurswissenschaftlichem und fachspezifischem Schwerpunkt. Folgende Themenbereiche werden im Studium behandelt:

Ingenieurwissenschaften und Verfahrenstechnik:

  • Verfahrenstechnische Grundoperationen
  • Versorgungseinrichtungen von Industriebetrieben
  • Prozessschritte der Medikamentenproduktion
  • Biotechnologische Anlagen planen und realisieren
  • Schutz des pharmazeutischen Produkts vor Umwelteinflüssen

Bioprozesstechnik:

  • Herstellung und Charakterisierung biotechnologischer Erzeugnisse
  • Mikrobiologische, chemisch-technische und strukturelle Beurteilung von Produkten
  • Pharmazeutische Technologien
  • Einschätzung von Prozessen
  • Biotechnologische Beeinflussung von Mikroorgansimen
  • Maßnahmen der Produktsicherheit
  • Wirkmechanismen von Pharmazeutika

In welchen Berufsfeldern kann ich mit diesem Abschluss arbeiten?

Die meisten Studierenden setzen ihr Studium nach Abschluss des Bachelorstudiengangs mit dem konsekutiven Masterstudiengang Pharmazeutische Bioprozesstechnik fort. Absolventen finden Arbeitsplätze vorrangig in der biopharmazeutischen Industrie. Nicht selten ist auch eine Anstellung in der kosmetischen Industrie. Die möglichen Aufgabenfelder eines späteren Beschäftigungsverhältnisses sind im Folgenden aufgelistet:

  • Überwachung, Steuerung und Bewertung fermentativer Prozesse
  • Sicherung der Qualität hergestellter Produkte
  • Planung und Projektierung neuer Produktionsanlagen
  • Entwicklung neuer Herstellungsverfahren
  • Organisation der zugehörigen Betriebstechnik
  • Dokumentation von Anlagenqualifizierung und –validierung
  • Universitäre oder industrielle Forschung und Entwicklung