Technische Universit├Ąt M├╝nchen

Masterstudiengang Pharmazeutische Bioprozesstechnik

Der Masterstudiengang Pharmazeutische Bioprozesstechnik ist in seiner interdisziplinären Ausrichtung einmalig in Deutschland. Grundlage sind die Ingenieur-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften vor dem Hintergrund der innovativen biopharmazeutischen Technologie.

Worum geht es in diesem Studiengang?

Die Verknüpfung von Ingenieur- und Naturwissenschaften ist das grundlegende Merkmal des Masterstudiengangs Pharmazeutische Bioprozesstechnik, welche durch die Betriebswirtschaftslehre ergänzt werden. Im Studiengang werden zwei Schwerpunkte gesetzt: Zum einen die Verfahrenstechnik und Prozessautomation und zum anderen die fachspezifische Vertiefung, hier Molekularbiologie und Biochemie, auf naturwissenschaftlicher Grundlage. Im Masterstudiengang werden diese Schwerpunkte durch ein breites Angebot von Wahlpflichtfächern ergänzt. Der Wahlpflichtbereich hat einen Anteil von ca. 25 %, sodass die Absolventen ein individuelles Profil anlegen und schärfen können. Dies wird durch die thematische Wahl der Master’s Thesis unterstützt.

Die Erfahrung zeigt, dass der Arbeitsmarkt den Absolventen exzellente Berufsaussichten eröffnet. Die Aufgabengebiete können sich von der Überwachung von Bioprozessen bis hin zur Auslegung von Fermentationsanlagen erstrecken.

Der Masterstudiengang Pharmazeutische Bioprozesstechnik ist der konsekutive Folgestudiengang des Bachelorstudiengangs Bioprozesstechnik an der Technischen Universität München, welcher ebenfalls am Wissenschaftszentrum Weihenstephan (WZW) beheimatet ist. Im vorangegangenen Bachelorstudium werden naturwissenschaftliche und verfahrenstechnische Grundlagen gelegt, die im Masterstudiengang fachorientiert erweitert werden. Durch den Studienplan können verschiedenste Bereiche der innovativen Bioprozesstechnik abgedeckt und vertieft werden: Von der Entwicklung neuer Produktions- und Fermentationsprozesse über die Optimierung bestehender Produktionsmethoden bis hin zur Einführung und Kontrolle von Qualitätssicherungsmethoden. Des Weiteren liegt das Augenmerk auf den zugehörigen Versorgungseinrichtungen eines pharmazeutischen Unternehmens. Ein weiterer Teil des Studiums ist die analytische Kontrolle der Produkteigenschaften. Die biopharmazeutische Industrie ist vergleichsweise jung, sodass die Entwicklung innovativer Verfahren und Technologien hochgradig relevant ist. Darauf werden die Studierenden im Verlauf des Studiums gezielt vorbereitet.

Das Studium auf einen Blick

Detailbox_Master.pngDer Masterstudiengang ist als Vollzeitstudium ausgelegt und ist modular aufgebaut. Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester. In dieser Zeit sind Studienleistungen in einem Umfang von 120 Credits zu erbringen. Davon entfallen 30 Credits auf die Master’s Thesis, die im vierten Studiensemester zu erstellen ist. Ein Pflichtcurriculum, welches die fachlichen Grundlagen vertieft, wird von einem umfangreichen Wahlpflichtbereich begleitet, sodass die Studierenden ihr eigenes ProfilKurzprofil_Master.png ihren Interessen folgend schärfen können. Bei den Pflichtmodulen erfolgt die Vertiefung in Fächern wie Pharmazeutische Technologie 2, Bioreaktoren und Bioreaktionstechnik und Prozess- und Anlagentechnik. Hier wird eine Verschränkung von verfahrenstechnischem und bioprozesstechnischem Schwerpunkt deutlich. Durch ein breitgefächertes Angebot von Laborpraktika wird ein praktischer Bezug zur erlernten Theorie hergestellt. Im Rahmen der Master’s Thesis werden die bereits bekannten wissenschaftlichen Arbeitsweisen vertieft.

Curriculum Master Pharmazeutische Bioprozesstechnik

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Welche Kompetenzen und Fertigkeiten erwerbe ich?

Die Studierenden treten den Studiengang vor dem Hintergrund einer fundierten mathematischen und naturwissenschaftlichen Ausbildung im Bachelorstudiengang an. Des Weiteren haben sie sich bereits ein breites Wissen in den Bereichen der Verfahrenstechnik und Bioprozesstechnik erarbeitet. Der Schwerpunkt „Ingenieurwissenschaft und Verfahrenstechnik“ nimmt im Pflichtbereich des Masterstudiengangs erneut eine zentrale Position ein. Gleichberechtigt wird das bioprozesstechnische Profil geschärft. Die Besonderheit am Masterstudiengang Pharmazeutische Bioprozesstechnik ist eine große Auswahl an Wahlpflichtmodulen. Dabei werden vor allem die Bioprozesstechnik und Biotechnologie sowie die Ingenieurwissenschaften und Verfahrenstechnik priorisiert. Darüber hinaus wird das Curriculum durch ein weitreichendes Angebot in der Energie- und Umwelttechnik sowie den Rechts- und Wirtschaftswissenschaften ergänzt. Des Weiteren vertiefen die Studierenden das wissenschaftliche Arbeiten als Vorbereitung auf spätere Aufgaben in Forschung und Wissenschaft.

Nach Abschluss des Studiengangs sind die Absolventen in der Lage die verschiedenen Aufgabenfelder zu kombinieren und problemlösungsorientiert anzuwenden. Folgende Themenbereiche werden im Studium behandelt:

 

Ingenieurwissenschaften und Verfahrenstechnik:

  • Verfahrenstechnische Grundoperationen
  • Versorgungseinrichtungen von Industriebetrieben
  • Prozessschritte der Medikamentenproduktion
  • Biotechnologische Anlagen planen und realisieren
  • Schutz des pharmazeutischen Produkts vor Umwelteinflüssen

 

Bioprozesstechnik:

  • Herstellung und Charakterisierung biotechnologischer Erzeugnisse
  • Mikrobiologische, chemisch-technische und strukturelle Beurteilung von Produkten
  • Pharmazeutische Technologien
  • Einschätzung von Prozessen
  • Biotechnologische Beeinflussung von Mikroorgansimen
  • Maßnahmen der Produktsicherheit
Wirkmechanismen von Pharmazeutika

In welchen Berufsfeldern kann ich mit diesem Abschluss arbeiten?

Nach Abschluss des Masterstudiengangs Pharmazeutische Bioprozesstechnik steht den Absolventen der Arbeitsmarkt offen. Sie finden Anstellungen vorrangig in der biopharmazeutischen Industrie. Nicht selten ist aber auch eine Beschäftigung in der verwandten kosmetischen Industrie. Die verschiedenen Aufgabenfelder eines möglichen Beschäftigungsverhältnisses sind im Folgenden aufgelistet:

  • Überwachung, Steuerung und Bewertung fermentativer Prozesse
  • Sicherung der Qualität hergestellter Produkte
  • Planung und Projektierung neuer Produktionsanlagen und Herstellungsverfahren
  • Betriebstechnik
  • Dokumentation von Anlagenqualifizierung und -validierung
  • Universitäre oder industrielle Forschung und Entwicklung