Technische Universit├Ąt M├╝nchen

Masterstudiengang Brauwesen und Getränketechnologie

Der Masterstudiengang Brauwesen und Getränketechnologie ist in seiner speziellen Ausrichtung eine von wenigen Studienoptionen in diesem Fachgebiet. Grundlage sind die Ingenieur-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften vor dem Hintergrund der Brau- und Getränketechnologie.

Worum geht es in diesem Studiengang?

Die Verknüpfung von Ingenieur- und Naturwissenschaften ist das grundlegende Merkmal des Masterstudiengangs Brauwesen und Getränketechnologie, welche durch die Betriebswirtschaftslehre ergänzt werden. Im Studiengang werden zwei Schwerpunkte gesetzt: Zum einen die Verfahrenstechnik und Prozessautomation und zum anderen die fachspezifische Vertiefung, hier die Brautechnologie, auf naturwissenschaftlicher Grundlage. Im Masterstudiengang werden diese Schwerpunkte durch ein breites Angebot von Wahlpflichtfächern ergänzt. Der Wahlpflichtbereich hat einen Anteil von ca. 25 %, sodass die Absolventen ein individuelles Profil anlegen und schärfen können. Dies wird durch die thematische Wahl der Master’s Thesis unterstützt.

Die Erfahrung zeigt, dass der Arbeitsmarkt den Absolventen exzellente Berufsaussichten eröffnet. Die Aufgabengebiete können sich von der Überwachung der Produktion und der Produktqualität bis hin zur Auslegung von Produktionsanlagen und entsprechender Betriebstechnik erstrecken.

Der Masterstudiengang Brauwesen und Getränketechnologie ist der konsekutive Folgestudiengang des Bachelorstudiengangs Brauwesen und Getränketechnologie an der Technischen Universität München, welcher am Wissenschaftszentrum Weihenstephan (WZW) beheimatet ist. Im vorangegangenen Bachelorstudium wurden naturwissenschaftliche und verfahrenstechnische Grundlagen gelegt, welche im Masterstudiengang fachorientiert erweitert werden. Durch den Studienplan können verschiedenste Bereiche der Brau- und Getränketechnologie abgedeckt und vertieft werden: Von der Entwicklung und Auslegung neuer Produktionsprozesse über die Optimierung bestehender Produktionsmethoden bis hin zur Einführung und Kontrolle von Qualitätssicherungsmethoden. Des Weiteren finden die zugehörigen Versorgungseinrichtungen eines Getränke produzierenden Betriebs ebenfalls Berücksichtigung. Ein weiterer Teil des Studiums befasst sich mit der analytischen Kontrolle der Produkteigenschaften. Auch in der traditionellen Brau- und Getränkeindustrie sind innovative Produkte, Verfahren und Technologien sehr gefragt. Auf deren Entwicklung werden die Studierenden im Verlauf des Studiums gezielt vorbereitet.

Das Studium auf einen Blick

Detailbox_Master.pngDer Masterstudiengang ist als Vollzeitstudium ausgelegt und ist modular aufgebaut. Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester. In dieser Zeit sind Studienleistungen in einem Umfang von 120 Credits zu erbringen. Davon entfallen 30 Credits auf die Master’s Thesis, die im vierten Studiensemester zu erstellen ist. Ein Pflichtcurriculum, welches die fachlichen Grundlagen vertieft, wird von einem umfangreichen Wahlpflichtbereich begleitet, sodass die Studierenden ihr eigenes Profil ihren Interessen folgend schärfen können. Bei den Pflichtmodulen erfolgt die Vertiefung in FächernKurzprofil_Master.png wie Ausgewählte Kapitel der Brautechnologie, Getränkeabfüllanlagen oder Getränkeverfahrenstechnik.

Hier wird eine Verschränkung von verfahrenstechnischem und getränketechnologischem Schwerpunkt deutlich. Durch ein breitgefächertes Angebot von Laborpraktika wird ein praktischer Bezug zur erlernten Theorie hergestellt. Im Rahmen der Master’s Thesis werden die bereits bekannten wissenschaftlichen Arbeitsweisen vertieft.

Curriculum Master Brauwesen und Getränketechnologie

Curriculum_Brauwesen_Msc.png

Welche Kompetenzen und Fertigkeiten erwerbe ich?

Die Studierenden treten den Studiengang vor dem Hintergrund einer fundierten mathematischen und naturwissenschaftlichen Ausbildung im Bachelorstudiengang an. Des Weiteren haben sie sich bereits ein breites Wissen in den Bereichen der Verfahrenstechnik und Brau- und Getränketechnologie erarbeitet. Der Schwerpunkt „Ingenieurwissenschaft und Verfahrenstechnik“ nimmt im Pflichtbereich des Masterstudiengangs erneut eine zentrale Position ein. Gleichberechtigt wird das fachspezifische Profil, hier die Brau- und Getränketechnologie, geschärft. Die Besonderheit am Masterstudiengang Brauwesen und Getränketechnologie ist eine große Auswahl an Wahlpflichtmodulen. Dabei werden vor allem die Getränke- und Lebensmitteltechnologie sowie die Ingenieurwissenschaften und Verfahrenstechnik priorisiert. Darüber hinaus wird das Curriculum durch ein weitreichendes Angebot in der Energie- und Umwelttechnik sowie den Rechts- und Wirtschaftswissenschaften ergänzt. Des Weiteren vertiefen die Studierenden das wissenschaftliche Arbeiten als Vorbereitung auf spätere Aufgaben in Forschung und Wissenschaft.

Nach Abschluss des Studiengangs sind die Absolventen in der Lage die verschiedenen Aufgabenfelder zu kombinieren und problemlösungsorientiert anzuwenden. Folgende Themenbereiche werden im Studium behandelt:

 

Ingenieurwissenschaften und Verfahrenstechnik:

  • Verfahrenstechnische Grundoperationen
  • Versorgungseinrichtungen von Industriebetrieben
  • Prozessschritte der Getränkeproduktion, -abfüllung und -verpackung
  • Planung und Realisation von Brauereianlagen
  • Schutz des Produkts vor Umwelteinflüssen

 

Brautechnologie:

  • Charakterisierung und Herstellung von Getränken
  • Mikrobiologische, chemisch-technische und sensorische Produktbeurteilung
  • Anwendung von Fermentationstechnologien
  • Überwachung des Brauprozesses
  • Wirtschaftlichkeit von Getränkeherstellungsprozessen

In welchen Berufsfeldern kann ich mit diesem Abschluss arbeiten?

Nach Abschluss des Masterstudiengangs Brauwesen und Getränketechnologie steht den Absolventen der Arbeitsmarkt offen. Sie finden Anstellungen vorrangig in der Brau- und Getränkeindustrie. Nicht selten ist aber auch eine Beschäftigung in der Lebensmittel-, chemischen oder pharmazeutischen Industrie. Die verschiedenen Aufgabenfelder eines möglichen Beschäftigungsverhältnisses sind im Folgenden aufgelistet:

  • Organisation, Überwachung und Optimierung von Produktionsabläufen
  • Qualitätssicherung im laufenden Produktionsbetrieb
  • Überwachung von Prozessen der Getränkeherstellung
  • Organisation der zugehörigen Betriebstechnik
  • Planung und Projektierung neuer Anlagen und Herstellungsverfahren
  • Brauereien, Mälzereien oder sonstige Getränkeindustrie (Betriebskontrolleur, Produktionsleiter, technischer Direktor)
  • Forschung und Entwicklung
  • Einkauf und Beurteilung von Rohstoffen