Technische Universit├Ąt M├╝nchen

Masterstudiengang Technologie und Biotechnologie der Lebensmittel

Der Masterstudiengang Technologie und Biotechnologie der Lebensmittel ist ein sehr renommierter Studiengang an der Technischen Universität München. Die langjährigen Erfahrungen in diesem Gebiet schlagen sich in einer gut abgestimmten Lehre nieder, die den Studierenden einen hochqualifizierten Abschluss ermöglicht. Grundlage des Studiengangs sind die Ingenieur-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften vor dem Hintergrund der Lebensmitteltechnologie.

Worum geht es in diesem Studiengang?

Die Verknüpfung von Ingenieur- und Naturwissenschaften ist das grundlegende Merkmal des Masterstudiengangs Technologie und Biotechnologie der Lebensmittel, welche durch die Betriebswirtschaftslehre ergänzt werden. Im Studiengang werden zwei Schwerpunkte gesetzt: Zum einen die Verfahrenstechnik und Prozessautomation und zum anderen die fachspezifische Vertiefung, hier die Lebensmitteltechnologie, auf naturwissenschaftlicher Grundlage. Im Masterstudiengang werden diese Schwerpunkte durch ein breites Angebot von Wahlpflichtfächern ergänzt. Der Wahlpflichtbereich hat einen Anteil von ca. 25 %, sodass die Absolventen ein individuelles Profil anlegen und schärfen können. Dies wird durch die thematische Wahl der Master’s Thesis unterstützt.

Die Erfahrung zeigt, dass der Arbeitsmarkt den Absolventen exzellente Berufsaussichten eröffnet. Die Aufgabengebiete können sich von der Überwachung der Produktion und der Produktqualität bis hin zur Projektierung von Produktionsanlagen und zugehöriger Betriebstechnik erstrecken.

Der Masterstudiengang Technologie und Biotechnologie der Lebensmittel ist der konsekutive Folgestudiengang des Bachelorstudiengangs Technologie und Biotechnologie der Lebensmittel an der Technischen Universität München, welcher am Wissenschaftszentrum Weihenstephan (WZW) beheimatet ist. Im vorangegangenen Bachelorstudium wurden naturwissenschaftliche und verfahrenstechnische Grundlagen gelegt, die im Masterstudiengang fachorientiert erweitert werden. Durch den Studienplan können verschiedenste Bereiche der Lebensmitteltechnologie abgedeckt und vertieft werden: Von der Entwicklung und Auslegung neuer Produktionsprozesse über die Optimierung bestehender Produktionsmethoden bis hin zur Einführung und Kontrolle von Qualitätssicherungsmethoden. Des Weiteren finden die zugehörigen Versorgungseinrichtungen eines Lebensmittel produzierenden Betriebs ebenfalls Berücksichtigung. Ein weiterer Teil des Studiums befasst sich mit der analytischen und sensorischen Kontrolle der Produkteigenschaften. Im Zuge der aktuellen Veränderungen des Konsumentenverhaltens sind innovative Produkte, Verfahren und Technologien im Lebensmittelbereich sehr gefragt. Auf deren Entwicklung werden die Studierenden im Verlauf des Studiums gezielt vorbereitet.

Das Studium auf einen Blick

Kurzprofil_Master.pngDer Masterstudiengang ist als Vollzeitstudium ausgelegt und ist modular aufgebaut. Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester. In dieser Zeit sind Studienleistungen in einem Umfang von 120 Credits zu erbringen. Davon entfallen 30 Credits auf die Master’s Thesis, die im vierten Studiensemester zu erstellen ist. Ein Pflichtcurriculum, welches die fachlichen Grundlagen vertieft, wird von einem umfangreichen Wahlpflichtbereich begleitet, sodass die Studierenden ihr eigenes Profil ihren Interessen folgend schärfen können. Bei den Pflichtmodulen erfolgt dieKurzprofil_Master.png Vertiefung in Fächern wie Lebensmittelverfahrenstechnik, Innovative Lebensmittelkonzepte und -technologien oder Mikro- und Makrostrukturen von Lebensmitteln. Hier wird eine Verschränkung von verfahrenstechnischem und lebensmitteltechnologischem Schwerpunkt deutlich.

Durch ein breitgefächertes Angebot von Laborpraktika wird ein praktischer Bezug zur erlernten Theorie hergestellt. Im Rahmen der Master’s Thesis werden die bereits bekannten wissenschaftlichen Arbeitsweisen vertieft.

Curriculum Master Technologie und Biotechnologie der Lebensmittel

Curriculum_Lemi_Msc.png

Welche Kompetenzen und Fertigkeiten erwerbe ich?

Die Studierenden treten den Studiengang vor dem Hintergrund einer fundierten mathematischen und naturwissenschaftlichen Ausbildung im Bachelorstudiengang an. Des Weiteren haben sie sich bereits ein breites Wissen in den Bereichen der Verfahrenstechnik und Lebensmitteltechnologie erarbeitet. Der Schwerpunkt „Ingenieurwissenschaft und Verfahrenstechnik“ nimmt im Pflichtbereich des Masterstudiengangs erneut eine zentrale Position ein. Gleichberechtigt wird das fachspezifische Profil, hier die Lebensmitteltechnologie, geschärft. Die Besonderheit am Masterstudiengang Technologie und Biotechnologie der Lebensmittel ist eine große Auswahl an Wahlpflichtmodulen. Dabei werden vor allem die Lebensmittel- und Getränketechnologie sowie die Ingenieurwissenschaften und Verfahrenstechnik, ähnlich den Schwerpunkten im Pflichtbereich, priorisiert. Darüber hinaus wird das Curriculum durch ein weitreichendes Angebot in der Energie- und Umwelttechnik sowie den Rechts- und Wirtschaftswissenschaften ergänzt. Des Weiteren vertiefen die Studierenden das wissenschaftliche Arbeiten als Vorbereitung auf spätere Aufgaben in Forschung und Wissenschaft.

Nach Abschluss des Studiengangs sind die Absolventen in der Lage die verschiedenen Aufgabenfelder zu kombinieren und problemlösungsorientiert anzuwenden. Folgende Themenbereiche werden im Studium behandelt:

 

Ingenieurwissenschaften und Verfahrenstechnik:

  • Verfahrenstechnische Grundoperationen
  • Versorgungseinrichtungen von Industriebetrieben
  • Prozessschritte der Lebensmittelproduktion
  • Planung und Realisierung von Lebensmittelproduktionsanlagen
  • Verpackung von Lebensmitteln
  • Schutz des Produkts vor Umwelteinflüssen

Lebensmitteltechnologie:

  • Herstellung von Lebensmitteln
  • Charakterisierung von Lebensmitteln
  • Mikrobiologische, chemisch-technische und sensorische Produktbeurteilung
  • Anwendung verschiedener Lebensmitteltechnologien
  • Einschätzung und Beurteilung von Prozessen der Lebensmittelproduktion
  • Wirtschaftlichkeit von Lebensmittelherstellungsprozessen

In welchen Berufsfeldern kann ich mit diesem Abschluss arbeiten?

Nach Abschluss des Masterstudiengangs Technologie und Biotechnologie der Lebensmittel steht den Absolventen der Arbeitsmarkt offen. Sie finden Anstellungen vorrangig in der Lebensmittelindustrie. Nicht selten ist aber auch eine Beschäftigung in der Getränke-, chemischen oder pharmazeutischen Industrie. Die verschiedenen Aufgabenfelder eines möglichen Beschäftigungsverhältnisses sind im Folgenden aufgelistet:

  • Organisation, Überwachung und Optimierung von Produktionsabläufen
  • Qualitätssicherung im laufenden Produktionsbetrieb
  • Überwachung von Prozessen der Lebensmittelherstellung
  • Organisation der zugehörigen Betriebstechnik
  • Planung und Projektierung neuer Produktionsanlagen und Herstellungsverfahren
  • Betriebskontrolle, Produktionsleitung oder technische Direktion in lebensmitteherstellenden Betrieben
  • Universitäre oder industrielle Forschung und Entwicklung
  • Einkauf und Beurteilung von Rohstoffen