(Pharmazeutische) Bioprozesstechnik |
|
Die Herausforderung:Neben klassischen Bioprozessen aus dem Lebensmittel- und Getränkebereich spielen fermentative Verfahren eine immer größere Rolle bei der Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen oder anderen chemischen Produkten. Viele Erzeugnisse, die früher auf anderen Wegen gewonnen oder hergestellt wurden, können heute in gleichbleibender Qualität in kontrollierten Bioprozessen effizient und kostengünstig produziert werden. Dabei werden aufgrund der biokatalytischen Wirkung von Enzymen deutliche mildere, produktschonende Prozessbedingungen erreicht. Die Aufreinigung und Weiterverarbeitung solcher fermentativ gewonnenen Produkte liefern weitere technologische Herausforderungen. Das Besondere:Seine interdisziplinäre Ausrichtung und die Vernetzung mit den anderen Studiengängen der Studienfakultät machen den Studiengang Bioprozesstechnik in Deutschland einzigartig. Er umfasst die neuen naturund ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen an der Schnittstelle zwischen molekularer und verfahrenstechnisch orientierter Biotechnologie und erlaubt dabei eine individuelle Spezialisierung in einem breiten Spektrum. Aufgrund der Sensibilität der betrachteten Prozesse müssen die Ingenieure in diesem Bereich nicht nur hervorragende Verfahrenstechniker sein, sondern auch ein biotechnologisch geprägtes Expertenwissen mitbringen. Die Perspektiven:Das Studium trägt den Anforderungen der Life Sciences aus naturwissenschaftlicher Sicht in gleicher Weise Rechnung, wie im Hinblick auf ingenieurwissenschaftliche Fragestellungen. Daraus resultiert ein weiter Horizont an beruflichen Perspektiven in einer zukunftsweisenden Industrie sowie für eine weiter - führende wissenschaftliche Tätigkeit. Absolventen dieses Studiengangs haben daher exzellente Berufsaussichten in der pharmazeutischen und chemischen Industrie, finden aber auch im Anlagenbau und der universitären Forschung vielfältige Einsatzbereiche. Neben der Forschung und Entwicklung liegen die Aufgaben der Ingenieure in diesem Bereich unter anderem in der Prozessplanung und Validierung sowie in der Skalierung der Bioprozesse vom Labor bis zum industriellen Maßstab. Auch die Qualitätssicherung spielt dabei eine besondere Rolle. BachelorstudiengangDauer: 6 Semester (180 Credits) MasterstudiengangDauer: 4 Semester (120 Credits) | |
Brauwesen mit Abschluss Diplom-Braumeister |
|
Die Herausforderung:Der Beruf des Diplom-Braumeisters beinhaltet traditionell eine starke handwerkliche Komponente. Nicht zuletzt aufgrund der technischen Entwicklungen gewinnt die akademische Ausbildung der Diplom-Braumeister zunehmend an Bedeutung. Neben der Vorbereitung auf eine praxisnahe Tätigkeit gilt es, den Studierenden die naturwissenschaftliche Basis für das Verständnis der Brautechnologie zu vermitteln und sie für eine Karriere in der Industrie oder als Selbstständige auch mit Grundlagenwissen in betriebswirtschaftlichen Fächern auszustatten. Das Besondere:Die TUM eröffnet den Bewerbern durch das parallele Angebot eines praxisorientierten (Diplom-Braumeister) und eines wissenschaftlich geprägten Erststudiums (Bachelor of Science) die Möglichkeit, bereits zu Beginn je nach ihrer Vorbildung und ihren Zielvorstellungen im Hinblick auf eine spätere Berufstätigkeit zu differenzieren. Beim Studium zum Diplom-Braumeister stehen die berufliche Praxis und die Brautechnologie von Anfang an im Vordergrund. Bewusst konzentriert sich dieser Studiengang auf die unmittelbar praxisrelevanten Inhalte aus den wissenschaftlichen Ingenieursdisziplinen. Für den Einstieg in das Studium sind die Fachhochschulreife sowie eine Lehre zum Brauer und Mälzer erforderlich, die auch durch ein 15 Monate dauerndes Praktikum ersetzt werden kann. Die Perspektiven:Das Studium zum Diplom-Braumeister weist einige Alleinstellungsmerkmale auf. Neben einer weltweit etablierten Marke, die den Absolventen ausgezeichnete Chancen für Stellen in Brauereien und Zuliefer - betrieben bietet, können besonders engagierte Studierende innerhalb von zwei zusätzlichen Semestern einen Bachelorabschluss im verwandten Bachelorstudiengang „Brauwesen und Getränketechnologie“ nachholen und sich so vielfältige Möglichkeiten der Weiterqualifizierung eröffnen. Die starke Praxisorientierung des Diplom-Braumeisters macht diese Absolventen dabei zusammen mit der wissenschaftlichen Ausrichtung des Bachelorstudiengangs zu gefragten Allroundern auf dem Arbeitsmarkt. Diplomstudiengang Struktur ohne Lehre: Struktur mit abgeschlossener Lehre zum Brauer und Mälzer: | |
Brauwesen und Getränketechnologie |
|
Die Herausforderung:Bier ist ein viele Jahrtausende altes Kulturgut, die Kunst des Bierbrauens wird in Weihenstephan schon seit 1865 gelehrt. Geändert haben sich in dieser Zeit vor allem die Märkte: für viele Brauereien ist es heute nicht mehr ausreichend, allein gutes Bier zu brauen. Neben einer starken Internationalisierung spielen gerade in der Getränkeindustrie Produktinnovationen eine entscheidende Rolle. Die Produktqualität eines aus natürlichen Rohstoffen hergestellten Getränks bekommt immer mehr ganzheitlichen Charakter und verlangt nach neuen Wegen. Daneben ist es auch das Ziel, die Wirtschaftlichkeit nachhaltig zu verbessern. Neben den Produkten selbst spielen auch das Marketing und die Verpackung eine entscheidende Rolle. Am Ende kann aus den gleichen Rohstoffen auch ein ganz neues Produkt entstehen. Das Besondere:Aus der Brautradition ist längst ein technologisch anspruchsvoller und komplexer Bioprozess erwachsen. Um die Wechselwirkungen in diesem Prozess verstehen und optimieren zu können, sind umfassende Kenntnisse in den Natur- und Ingenieurwissenschaften erforderlich. Der besonders vielfältige und durch zahlreiche Praktika ergänzte Studiengang schafft es unter anderem, dieses Grundlagenwissen mit der im Vordergrund stehenden Brautechnologie und Getränkeverfahrenstechnik so zu verknüpfen, dass unsere Absolventen in der Lage sind, die Herstellungsprozesse und Anlagen für Bier und andere Getränke kreativ zu gestalten und in die Praxis umzusetzen. Daneben sind sie auch für die Überwachung der Prozesse durch entsprechende Automatisierungstechnik und Untersuchungen im Labor optimal vorbereitet. Die Perspektiven:Der Studiengang Brauwesen und Getränketechnologie beinhaltet neben seinen Kernfächern auch eine fundierte betriebswirtschaftliche Ausbildung. Er bereitet Studierende auf eine Tätigkeit in der Brau- und Getränkewirtschaft sowie in entsprechenden Zu - lieferbetrieben, zum Beispiel im Anlagenbau oder der Rohstoffveredlung, vor. Diese Unternehmen haben national und weltweit einen großen Bedarf an sehr gut ausgebildeten Ingenieuren mit brautechnologischem und verfahrenstechnischem Know-how. Die Tätigkeitsfelder unserer Absolventen liegen aber nicht nur im Bereich der Produktion oder der Forschung, sondern auch im Vertrieb oder im Produktmanagement. BachelorstudiengangDauer: 6 Semester (180 Credits) MasterstudiengangDauer: 4 Semester (120 Credits) | |
Technologie und Biotechnologie der Lebensmittel |
|
Die Herausforderung:Die Anforderungen an Lebensmittel nehmen stetig zu. Eine einwandfreie Qualität der Produkte wird vom Verbraucher vorausgesetzt. Konsumtrends führen dazu, dass die Produktlebenszyklen immer kürzer werden und ein Sog nach immer mehr und schnelleren Innovationen entsteht. Dies geht mit der Forderung nach preiswerten Lebensmitteln einher. Um die Schnittmenge dieser Anforderungen zu finden, ist eine stetige Neuentwicklung und Optimierung der Herstellungsund Verarbeitungsprozesse für Lebensmittel und den damit verbundenen Produkten wie Verpackungen zwingend erforderlich. Das Besondere:Im Studiengang Technologie und Biotechnologie der Lebensmittel an der Technischen Universität München erarbeiten sich die Studierenden ein grundlegendes Verständnis dieser Herstellungs- und Verarbeitungs - prozesse. Sie sind dabei nicht von vornherein auf eine bestimmte Produktkategorie festgelegt. Durch das ingenieurwissenschaftlich geprägte Curriculum mit dem Schwerpunkt Verfahrenstechnik in Kombination mit natur- und wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildungselementen sind unsere Absolventen in der Lage, die gesamte Wertschöpfungskette für Lebensmittel zu überblicken und vom mikroskopischen bis zum großtechnischen Maßstab auf jeder Ebene ihr Wissen anzuwenden. Ob es sich um Milch oder Schokolade, Babynahrung oder Nuss-Nougat-Creme handelt, spielt dabei keine Rolle. Die Perspektiven:Das differenzierte Profil des Studiengangs mit den Schwerpunkten Verfahrenstechnik, Analytik und Mikrobiologie ist im In- und Ausland sehr gefragt. Deshalb haben unsere Absolventen sowohl in der Wissenschaft als auch in der Lebensmittel- und Zulieferindustrie beste Jobchancen. Dabei kommen mittelständische Unternehmen als Arbeitgeber ebenso in Frage, wie internationale Großkonzerne. Einsatz bereiche lassen sich außer in der Forschung und Entwicklung in der Anlagentechnik, der Produktion, im Labor, im Vertrieb oder im Produktmanagement identifizieren. BachelorstudiengangDauer: 6 Semester (180 Credits) MasterstudiengangDauer: 4 Semester (120 Credits) | |
